Das Teichgut und der Wildpark bei Dülmen

Wanderung durch herzogliche Anlagen

ca. 10 km

Die damaligen Herzoge von Croÿ haben in Dülmen vielfältige Spuren hinterlassen … die Wanderung führt Sie zu dem stadtnahen malerischen Landschaftspark und den als FFH-Gebiet ausgewiesenen Teichen mit ihrer reichhaltigen Vogelwelt.

Im Jahr 1864 beauftragte der damalige Herzog von Croÿ einen namhaften englischen Landschaftsarchitekten mit der Gestaltung eines Parks, der das Dülmener Schloss, mit dem neu erworbenen Hof Hinderkinck verbinden sollte. Auf dem flachwelligen Gelände entstand rund um das wortwörtliche Herzstück des Parks, dem Herzsee, ein ansprechender Landschaftspark. Die in die Waldflächen eingebetteten Wiesen werden durch geschickt arrangierte Baumgruppen und markante Einzelbäume bereichert; seit den 1920ern äsen Rot- und Damwild auf den Offenflächen. Die Geschichte des Parkgeländes reicht jedoch weitaus länger zurück: Überall im Park lassen sich Relikte mittelalterlicher Siedlungs- und Landnutzungsformen wie etwa fossile Wolbäcker entdecken.

Über die von einer alten Buchenallee gesäumten Straße im Neusträßer Bruch werden Wildpark und das zwischen Kett- und Heubach gelegene Teichgut miteinander verbunden. Durch die Anlage der Fischteiche Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die zu diesem Zeitpunkt noch versumpfte und unwirtliche Merfelder Niederung wirtschaftlich nutzbar gemacht. Inzwischen wird nur noch ein kleinerer Teil unmittelbar zur Karpfenzucht genutzt, die meisten Teiche werden aus Naturschutzgründen alljährlich abgelassen und anschließend wieder neu mit Wasser bespannt. Die Teiche mit ihrer vielfältigen Ufer- und Unterwasservegetation sind Kernstück des FFH-Gebiets „Teiche in der Heubachniederung“ und Anziehungspunkt für zahlreiche brütende sowie rastende Vogelarten.

Tipp: Fernglas nicht vergessen! Von der Aussichtskanzel am Oedlerteich aus lassen sich die Vögel gut beobachten.

Hinweis: Die “Teiche in der Heubachniederung” liegen kreisübergreifend im Kreis Coesfeld und im Kreis Recklinghausen. Sie werden von der Biologischen Station Recklinghausen e.V. betreut: www.biostation-re.de

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