Eichen-Hainbuchenwälder und artenreiche Weiden im Hirschpark

Grünland mit Geschichte, eine „Motte“ und standorttypische Eichen-Hainbuchenwälder

ca. 5 km – Symbol: grünes Eichenblatt

Das Naturschutzgebiet „Hirschpark“ umfasst eine Flächengröße von rund 194 Hektar und ist für seine Eichen-Hainbuchenwälder und die parkartigen Grünlandflächen bekannt.

Wenn Sie vom Parkplatz an der alten Ascheberger Straße den Weg in Richtung Osten zum Waldgebiet spazieren, gelangen Sie, vorbei an knorrig gewachsenen Hainbuchen, zu einem Aussichtspunkt mit besonderem Reiz. Sie schauen auf das Herzstück des alten Hirschparks.

Die großzügigen Grünlandflächen sind mit alten Weißdornbüschen und Baumgruppen bewachsen und wurden im letzten Jahrhundert sowohl als Wildpark für Rotwild, als auch als Pferdeweide zur Zucht von Wildponys genutzt. Das Wildgehege wurde um 1909 vom Herzog Engelbert-Maria von Arenberg gegründet. Die Pferdezucht begann schon zu Zeiten des Grafen Nikolaus Esterházy de Galántha – zunächst am Schloss Nordkirchen und später auch durch die Herzoge von Arenberg hier im Hirschpark.

Inzwischen werden die Weiden seit rund zwanzig Jahren wieder extensiv bewirtschaftet und zählen heute zu den artenreichsten Grünlandflächen der ganzen Region!

Auf dem Rundgang durch die Eichen-Hainbuchenwälder gelangen Sie zu einer alten Kastanienallee. Nachdem Sie schließlich den Gorbach gequert haben, kommen Sie an den Resten eines Ringgrabens umgebenen Erdhügel vorbei. Ein augenscheinlich wenig spektakulärer, jedoch historisch sehr bedeutsamen Ort. Diese so genannte mittelalterliche „Motte“ gilt als einer der frühesten Siedlungspunkte der ersten Ritter von Lüdinghausen – den Herren von Morrien – angesehen, die später eine große Burg am heutigen Standort des Schlosses Nordkirchen errichteten.

Tipp: Der kleine Wanderunterstand etwas abseits vom Rundweg, die „Spatzenvilla“, erlaubt eine Rast sowohl im Freien als auch im wind- und wettergeschützten Inneren.

Zurück Zur Karte