Feuchtwiesen für den Brachvogel und Heiderelikte

Wanderung südwestlich von Lette durch das NSG Letter Bruch und in die Letter Heide

ca. 5,2 km

Landschaftliche Gegensätze liegen bei Lette ganz nah beeinander: Karge Heidevegetation auf sandigen Böden in der Letter Heide und üppiges Grünland im feuchten Letter Bruch.

Als erste Station lädt die Letter Wacholderheide zu einer Reise in die landschaftliche Vergangenheit der  Region zwischen Coesfeld und Dülmen ein: Was heute auf 13 Hektar beschränkt ist, füllte in den vergangenen Jahrhunderten ganze Landstriche. Um die Heide zu erhalten, sind seit 2008 Heidschnucken des Heimat-und Verkehrsvereins Lette e.V. als Landschaftspfleger im Einsatz.

Von der Heide geht es dann in den südlich gelegenen Letter Bruch. Das Naturschutzgebiet hat eine herausragende Funktion im Biotopverbund als Brut- und Nahrungshabitat für charakteristische Wiesenvögel wie den Großen Brachvogel und den Kiebitz. Vor allem Mitte des 20. Jahrhundert sorgten jedoch Entwässerungsmaßnahmen dafür, dass die Rufe einst häufiger Wiesenvögel kaum mehr zu hören waren und die wertvollen Feuchtwiesengesellschaften bis auf wenige Reste verschwanden.

Seit den 1990ern werden etwa 30 Hektar Grünland in Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz extensiv bewirtschaftet. Um den Lebensraum der Wiesenvögel zu optimieren, wurden seit 2008 außerdem mehrere Blänken angelegt.

Tipp 1: Im Frühjahr zeigt der Letter Bruch seiner schönsten Seite, wenn das Grünland in voller Blüte steht und mit etwas Glück das Trillern des Großen Brachvogels  vernommen werden kann.

Tipp 2: Ein ganz besonderes Ereignis in der Letter Heide ist das jährliche Scheren der Heidschnucken-Herde im Sommer, der genaue Termin wird auf der Homepage des Heimatvereins unter www.heimatverein-lette.de bekannt gegeben.

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